Führung: Ehemalige Saline in Sülze

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Die Saline in Sülze war ein Werk zur Salzgewinnung. Zum ersten Mal wurde sie im Jahr 1381 urkundlich erwähnt. Die geförderte Sole wurde vor Ort – in der Saline – verarbeitet, wobei die großen Siedepfannen durch Torffeuer erhitzt wurden. Die Rechte zum Salzabbau lagen bei den Herzögen zu Lüneburg, die diese an die Siedepfannenbesitzer verpachteten. Aufgrund der immer knapper werdenden Torfgebiete in unmittelbarer Nähe von Sülze wurden die Siedestellen nach Twießelhop und Bornriethmoor verlegt. Zwischen 1719 und 1725 legte man eine Soleleitung nach Altensalzkoth und um 1793 wurde der Betrieb wieder nach Sülze zurückverlegt. In den darauffolgenden Jahren war ein produktives Wirtschaften nicht mehr möglich, so daß der Betrieb 1862 eingestellt wurde.

Termin: Mittwoch, 22. Juni 2016, 16:00 Uhr
Treffpunkt:
29303 Sülze, Am Salinenbach

Anmeldung: Herr Hemmerich, Tel.: 0171/6405504. Die Teilnehmerzahl ist auf 25 Personen beschränkt.

Photo: Privat

Führung: Dachwerke der Reithallen auf dem Landgestüt in Celle

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Es handelte sich hier um eine Führung zu den beiden großen Reithallen – bzw. deren Dachwerke – auf dem Landgestüt. Eines der Dachwerke stammt von 1792, das andere von 1838/39. Beide sind kaum bekannte Meisterwerke der Zimmermannskunst. Herr Dr. Rüsch hat eine sehr interessante und aufschlussreiche Führung vorgenommen, bei der er auch auf die Umbauten eingegangen ist. Dafür herzlichen Dank vom Ortskuratorium Celle.

Führung: Montag, 23. Mai 2016, 17:00 Uhr
Treffpunkt: Nördlicher Landgestütseingang Jägerstraße

Creative-Commons-Lizenz: wikimedia.org

Führung: Dachwerk über dem Nordflügel des Celler Schlosses

Von 1670 an wurden durch Herzog Georg Wilhelm am Schloß weitreichende Veränderungen vorgenommen. Aus dem alten Renaissanceschloß sollte eine zeitgemäße Residenz entstehen. Georg Wilhelm war ein typischer Fürst seiner Zeit. Er war baulustig und ließ am Schloß und seiner Umgebung repräsentative Erweiterungen vornehmen. Diese Umgestaltungen sind auch am Dachwerk abzulesen.

Über eine Stunde führte Frau Dr. Hedda Saemann aus Hannover die Celler und weitere angereiste Denkmalfreunde am 19. April des Jahres durch das Dachwerk des Nordflügels des Celler Schlosses. Angesichts der überaus mächtigen Balken mit ihren starken Querschnitten, den Keilen, Verstärkungen und Eisenlaschen ist das Wort Dach“werk“ nur zu angebracht. Architekt und Baumeister dieser Konstruktion kamen aus Italien und brachten ihre Dachformen von zuhause mit. Es existieren Zeichnungen, aber keine Berechnungen – die waren um1670, der Umbauzeit, noch nicht üblich, man vertraute allein auf sein Wissen und seine Erfahrung. Was die Gruppe neben dem alten, mächtigen Holzwerk am meisten beeindruckte, waren die verschieden Blickwinkel auf das Dachwerk: ganz zu Beginn der Führung zeigte Herr Stephan Bruhn vom Schlosstheater den Zuschauerraum mit seiner ausladenden Decke, über der unser Besuchsziel Dachwerk Nordflügel lag. Dann ging es viele Stufen weiter hoch in das Dachwerk selbst, wo Frau Dr. Saemann ihre Erläuterungen gab und Fragen beantwortete. Wer mehr erfahren möchte, dem sei das Buch von Frau Saemann empfohlen „Dachwerke über den welfischen Residenzbauten der Barockzeit im Kontext des höfischen Bauwesens”.

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Führung: Dienstag, 19. April 2016, 17:00 Uhr
Treffpunkt: Schloßeingang Hauptportal rechte Seite
Creative-Commons-Lizenz: wikimedia.org

Lesung: “Ein altes Haus erzählt.”

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Das Ortskuratorium Celle der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD) lädt in Verbindung mit seiner aktuellen Stellwandaktion in der Bornhöft Diele, Zöllnerstraße 29, Celle, zum Erhalt des Jessen-Hauses zu  einer Lesung ein: „Ein altes Haus erzählt“.

Es werden Texte zum Jessen-Haus von Carla Meyer-Rasch gelesen und Aufzeichnungen aus der Familie Jessen über das Leben im Haus vor, im und nach dem 2. Weltkrieg vorgetragen.

Lesung: Dienstag, 17.11.2015 um 18.30 Uhr
Treffpunkt: Kanzlei Café, Kanzleistr.6, 29221 Celle
Anmeldung: nicht erforderlich

Copyright Photo: Archiv Vormann

Das Jessen-Haus in Celle

Jessen Haus Celle

Das Ortkuratorium Celle der Deutschen Stiftung Denkmalschutz wird am 2. September um 16:00 Uhr in der Passage der Weinhandlung Bornhöft drei Schautafeln über das Jessen-Haus (Hannoversche Straße 48, Celle) aufstellen. Diese geben Auskunft über die Geschichte und über die derzeitige unbefriedigende Situation dieses Hauses. Es soll auch eine Mahnung sein, nicht noch weitere Gebäude in der historischen Innenstadt verkommen zu lassen. Engagierte Bürger können sich gerne in die ausliegende Unterschriftenliste eintragen, die dann im Rathaus übergeben wird.

Eine Information für alle Freunde des Jessen-Hauses: Vor ca. 3 Wochen am 2. September hat das Ortskuratorium drei Stellwände in der Passage Bornhöft aufgestellt. Die Cellesche Zeitung hat ihrer Ausgabe vom 4. September darüber berichtet. Inzwischen haben sich 82 Personen in die ausliegende Unterschriftenliste eingetragen. Das Ortskuratorium würde sich freuen, wenn sich noch viele weitere engagierte Bürger mit ihrer Unterschrift für den Erhalt des Jessen-Hauses einsetzen würden!

Eröffnung: Mittwoch, 2. September 2015, 16:00 Uhr
Treffpunkt: Weinhandlung Bornhöft, Zöllnerstraße 29, Celle
Anmeldung: nicht erforderlich

Führung: Bürger-, Garnison- und Hehlentorfriedhof

Seit der Reformation wurde aus der eigenständigen Kapelle mit ihrem schon 1451 erwähnten Friedhof vor dem Hehlentor, der Friedhof mit Kapelle für die Stadtkirchengemeinde. Anfang des 17. Jahrhunderts erfolgte die Erweiterung des Geländes nach Westen als Garnisonfriedhof und 1846 nach Norden als Hehlentorfriedhof.

Führung: Samstag 19. September 2015, 16:00 Uhr
Treffpunkt: Unterer Eingang Friedhof, Am Harburger Berg
Anmeldung: nicht erforderlich

Foto Copyright: Archiv

Führung: Neuenhäuser Friedhof, Celle-Neuenhäusen

Friedhof Neuenhäusen

Der über 300 Jahre alte Friedhof Neuenhäusen in der Kirchstraße ist Celles einziger „Kirch“-Hof, denn er liegt noch unmittelbar neben der Kirche. Einzigartig ist er aber vor allem durch sein sogenanntes „Adelsfeld“. Hier wurden die “Hübschen” bestattet, also die “Höfischen”, wie die genannt wurden, die am Hof verkehren durften. Das “Adelsfeld” besteht heute aus noch 127 gemauerten Grüften, die mit Grabplatten aus Sandstein abgedeckt sind. Dieser vielfach unbekannte Friedhof abseits der gängigen Touristenrouten illustriert eindrucksvoll die einstige Herzogliche Residenz, weil sich hier im 18. und 19. Jahrhundert nicht nur Bürger, sondern auch Hofbeamte, kirchliche Würdenträger und hohe Militärs bestatten ließen. Damit ist er eine bedeutende kulturelle Celler Sehenswürdigkeit, die man kennen sollte.

Führung: Samstag 01. August 2015, 16:00 Uhr
Treffpunkt: Eingang Friedhof, Kirchstraße
Anmeldung: nicht erforderlich

Foto Copyright: Archiv

Tag des offenen Denkmals 2015

Jedes Jahr am zweiten Sonntag im September findet europaweit der Tag des offenen Denkmals statt. Einmal im Jahr werden Denkmale kostenfrei geöffnet, die sonst nicht allgemein zugänglich sind und durch Führungen „erlebbar“ gemacht. Der diesjährige Tag des offenen Denkmals steht unter dem Motto „Handwerk, Technik, Industrie“.

Es geht darum, auf die Bedeutung industrieller und technischer Denkmale hinzuweisen. Es sind nicht nur die großen Gotteshäuser und malerischen, historischen Altstädte, die unsere kulturelle Identität formen. Ganze Regionen wie das Ruhrgebiet, die Bergbaugebiete Sachsens oder die großen See- und Binnenhäfen werden durch Technik- und Industriebauten geprägt. Als Einzeldenkmale und Ensembles gelten sie heutzutage als ebenso positive Standortfaktoren wie berühmte Barockkirchen oder klassizistische Rathäuser.

Das Handwerk bildet die Grundlage unserer Denkmallandschaft. Traditionelle Handwerkstechniken sind seit 2003 Teil des immateriellen Weltkulturerbes. Das über Jahrhunderte weitergegebene Wissen, die Erfahrung und Kunstfertigkeit Einzelner bildet sich beeindruckend in unserem kulturellen Erbe ab.

Die große Welle der Industrialisierung der letzten zweihundert Jahre hat unsere Lebensbedingungen und ganze Landstriche geprägt. Doch auch technische und industrielle Anforderungen und die mit ihnen verbundenen Anlagen ändern sich ständig und sind es wert, bewahrt und betrachtet zu werden.

Die im Folgenden angebotenen Beiträge zum Tag des offenen Denkmals 2015 stammen von ehrenamtlich tätigen Celler Bürgerinnen und Bürgern. Sie werden vom Ortskuratorium Celle der DSD organisiert. Die Teilnahme ist kostenlos. Spenden sind willkommen.

Download Programm des Ortskuratorium Celle (PDF, ca. 1,4Mb)

Das Gesamtprogramm des deutschlandweiten und von der DSD koordinierten Tages des offenen Denkmals finden Sie im Internet unter: www.tag-des-offenen-denkmals.de

Deutsches Erdölmuseum Wietze – Tag des offenen Denkmals 2015

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Seit 45 Jahren dokumentiert das Deutsche Erdölmuseum Wietze anhand zahlreicher Exponate, die Anfänge industrieller Erdölförderung in Deutschland. Bereits 1858/59 stieß der Geologe Konrad Hunäus bei Erkundungsbohrungen hier auf Erdöl. 1899 begann aber erst eine Förderung in großem Maßstab. 1914 erlebte Wietze ein wahres Erdölfieber. Zeitweise gab es in dem kleinen Dorf über 30 Bohrunternehmen. Insgesamt wurden in Wietze über 2.000 Erdölbohrungen niedergebracht. 1918/20 richtete die Deutsche Erdöl-Aktiengesellschaft in Wietze sogar einen Erdölbergbau ein, um Sickeröl aus einer Tiefe von etwa 300 m zu fördern.

Am Tag des offenen Denkmals werden Fachleute dem Publikum vor Ort Erläuterungen zu den aktuellen
Restaurierungsarbeiten an Exponaten auf dem Freigelände, einem Teil des alten Ölfelds geben. Sicher für alle historisch und technisch Interessierten eine spannende Sache.

Führung: 13.09.2015, 15 Uhr
Treffpunkt: Deutsches Erdölmuseum, Schwarzer Weg 7-9, 29323 Wietze
Maximale Teilnehmerzahl: 30 Personen
Anmeldung: Dr. M. Hemmerich 0171/6405504  oder muh.hemmerich@t-online.de

Das Gesamtprogramm des deutschlandweiten und von der DSD koordinierten Tages des offenen Denkmals finden Sie im Internet unter: www.tag-des-offenen-denkmals.de

Alte Schmiede, Celle, Nordwall 60 – Tag des offenen Denkmals 2015

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Seit 1950 ist der schweißtreibende Betrieb in der ehemaligen Schmiede eingestellt. Über mehrere Generationen hinweg betrieb die Familie Aufderheide diese Schmiede. Hier wurden Pferde beschlagen,
Wagenräder hergestellt und verschiedenste Schmiedearbeiten durchgeführt. Das auf der Stechbahn
eingelassene Hufeisen wurde hier geschmiedet. Im überdachten Innenhof des Hauses Nordwall 60 ist die alte Zeit zu erahnen. Hier sind noch viele alte Schmiede-Werkzeuge zu besichtigen. Die großen aus Leder gefertigten Blasebälge brachten die Glut zum Glühen.

Führung: 13.09.2015, 11 und 12 Uhr
Treffpunkt: Nordwall 60, Celle
Maximale Teilnehmerzahl: jeweils 15 Personen
Anmeldung: Andreas Brüggemann 05141/9662050

Das Gesamtprogramm des deutschlandweiten und von der DSD koordinierten Tages des offenen Denkmals finden Sie im Internet unter: www.tag-des-offenen-denkmals.de