Ev.-luth. Johanniskirche zu Langlingen

In Langlingen, 20 Kilometer von Celle entfernt, lädt die sehenswerte 675 Jahre alte St. Johanniskirche zu einem Besuch ein. Um 1340 entstand ein kleiner Backsteinbau mit einem Fundament aus Findlingen und Raseneisenstein. Im Jahr 1668 kam der Fachwerkanbau mit Glockenturm dazu. Die zweite und letzte Erweiterung stammt aus dem Jahr 1723. Die Langlinger Kirche ist bis heute eine Patronatskirche. Gäste, die die Kirche von Westen betreten, gehen unter dem Glockenturm und der Orgelempore hindurch und befinden sich unter einem hölzernen Tonnengewölbe voller Engel. In den 1990er Jahren wurden die vergessenen Engel bei Renovierungsarbeiten wiederentdeckt und faszinieren bis heute. Engel mit Musikinstrumenten, Engel mit Marterwerkzeugen und unzählige beflügelte Engelsköpfe laden zum Betrachten ein. Im Mittelpunkt des Gewölbes ist die Trinität dargestellt, über dem Hohen Chor Christus der Auferstandene und Erzengel. Die Prieche an der Nordseite ist mit Emporenbildern geschmückt. Ebenso die Westempore, auf der sich eine Furtwängler-Orgel von 1854 befindet. Kanzel, Altar und Taufbecken stammen aus der Zeit der Renaissance.

Weitere interessante Details zur Geschichte der Kirche werden Sie auf der Führung erfahren.

Führung am 28. März 2017 um 17:30 Uhr durch Frau Jutta Baars.
Teilnahmebeschränkung auf 25 Personen.
Anmeldungen an Herrn Ingo Vormann Tel.: 05141/2086836 oder E-Mail: ingovormann@web.de

„Grüfte und Mausoleen“ – verborgene Denkmale”

Leider konnten wir aus terminlichen Gründen in der letzten Ausgabe von „MONUMENTE“ diese Vortragsveranstaltung nicht mehr platzieren.

Am Dienstag, den 14. Februar 2017 um 18:00 Uhr findet im Kantoreisaal, Kalandgasse 5 in Celle einen Vortrag über

„Grüfte und Mausoleen“ – verborgene Denkmale statt.

Referenten sind Herr Dr. Andreas Ströbl und Frau Dana Vick M.A. von der Forschungsstelle Gruft in Lübeck. Die Forschungsstelle Gruft hat es sich zur Aufgabe gemacht, neuzeitliche Gruftanlagen wissenschaftlich zu dokumentieren und interdisziplinär zu untersuchen. In Zusammenarbeit mit Restauratoren setzt sich die Forschungsstelle ein, die historischen Särge zu erhalten und die Würde der Begräbnisstätten wieder herzustellen.

Um die Unkosten decken zu können, bitten wir um einen Beitrag von 5.- €.

Die Teilnehmerzahl ist nach dem Prinzip “first come – first served” auf 80 Personen beschränkt.

Für Rückfragen steht Herr Manfred Hemmerich, Tel.: 0171/6405504 oder per E-Mail an muh.hemmerich@t-online.de gerne zur Verfügung.

Das Ortskuratorium Celle würde sich über Ihr Kommen freuen.
Lassen Sie sich diesen kulturellen Leckerbissen nicht entgehen.

Evangelisch-reformierte Kirche (Hugenottenkirche), Celle, Hannoversche Straße 61

Reformierte Kirche, Celle, Hannoversche Straße 61

Im Jahr 1700 begann die Französisch-reformierte Gemeinde mit dem Bau ihres
„templum a gallig reformatis aedificatum“ (von den reformierten Franzosen erbauter Tempel).
So stand es einst auf einer barocken Inschrift über dem Kirchenportal.
Aufgrund der kurzen Bauzeit konnte am 19. Dezember des gleichen Jahres der erste Gottesdienst gefeiert werden. 1847 wurde die Front der Kirche mit einer hölzernen Außenverschalung mit Steinquaderimitationen, vorgesetzten Fensterverkleidungen und Säulen im hannoverschen Rundbogenstil versehen. 1961 kam es erneut zu baulichen Veränderungen des Eingangsbereichs der Kirche. Im Zuge einer umfassenden Kirchensanierung im Jahr 2003 wurde die ursprüngliche Farbgestaltung des Innenraums wieder freigelegt. Diese bauliche Maßnahme hat die Deutsche Stiftung Denkmalschutz finanziell unterstützt. Im letzten Jahr wurde die Fachwerkfassade des ehemaligen Pfarrhauses saniert. Es handelt sich dabei um ein Fachwerkhaus von 1754 in der barocken Vorstadterweiterung Neuenhäusen, gruppiert im Gebäudeensemble (mit Gemeindehaus, Küsterhaus und Kirche) um den Kirchhof mit der Kirche als hervorragendes Einzeldenkmal, als letzter hugenottischer „temple“ in Norddeutschland, eines der wichtigsten denkmalgeschützten Gebäude Celles. Inzwischen wird augenscheinlich, daß auch an den anderen um den Kirchhof gruppierten Gebäuden dringender Sanierungsbedarf an den Fassaden besteht. Auf den beiden Führungen wird speziell auf diese Problematik eingegangen.

 

Führung: 11.09.2016, 11:00 und 13:00
Treffpunkt: Hannoversche Straße 61
Maximale Teilnehmerzahl: 25
Anmeldung: Herr Manfred Hemmerich, 0171/6405504 E-Mail: muh.hemmerich@t-online.de

Photo: Evangelisch-reformierte Kirchengemeinde Celle

Alter Provisor, Celle, Bergstraße 12

Alter Provisor, Celle, Bergstr. 12

Das Haus Bergstraße 12 wurde 1640 erbaut. Im vorletzten Jahrhundert lebte hier über mehrere Generationen die Familie Sanow. Herr Sanow war Schneidermeister und fertigte unter anderem für das in Celle ansässige Landgestüt die Uniformen an. 2014 haben Frau Hirschfeld und Herr Sonemann das Haus erworben und begannen es zu restaurieren. Dabei wurde ein Opferbalken freigelegt. Es handelt sich dabei um einen Balken, der ein Loch enthält, in dem Haare oder ein Edelstein eingebracht wurden, je nach den wirtschaftlichen Verhältnissen des Hausbesitzers. Die Stadt Celle hat nach Prüfung des Modernisierungsantrages die Renovierung finanziell unterstützt.
Frau Hirschfeld betreibt heute in ihrem Haus ein ganz individuelles Geschäft, in dem sie neben Handgefertigtem auch den „Alten Provisor“ zum Kauf anbietet. Es handelt sich dabei um einen Kräuterlikör den Frau Hirschfeld nach einem alten Rezept aus dem Jahr 1910 heute wieder herstellt.

Führung: 11.09.2016, 12:30 und 14:30
Treffpunkt: Bergstraße 12
Maximale Teilnehmerzahl: 15
Anmeldung: Herr Dietrich Klages, 05141/85419, E-Mail: kdklages@gmx.de

Photo: Dietrich Klages

Goldschmiede Bade, Celle, Großer Plan 23

Goldschmiede Bade, Celle, Großer Plan 23

Der Große Plan gehört zur südlichen Stadterweiterung der 1530er Jahre. Das Vorderhaus des Anwesens Großer Plan 23 ist nicht datiert, dürfte aber nach Zierformen der Fachwerkständer und Geschossvorkragungen noch im 17. Jahrhundert errichtet worden sein. Zeitlich sicher zu datieren ist das Hinterhaus, wo die Jahreszahl „1691“ eingeschnitzt worden ist. Wer zu dieser Zeit der Hauseigentümer war und was für ein Gewerbe hier wirkte, ist unbekannt. Klarer wird die Nutzungsgeschichte erst im 19. Jahrhundert, als um 1870 hier die Tapisseriehandlung des Fräulein Jenny Renson und in den 1880er Jahren der Agent und Kaufmann Barke einzogen. 1903 übernahm der Juwelier und Goldschmied Carl Bade das Grundstück. Die Goldschmiedefamilie stammte aus Hameln, war schon seit 1883 in Celle ansässig und führt den Betrieb heute in der fünften Generation.
Dieses Jahr wird die Familie eine sehr behutsame Kernsanierung des ersten und zweiten Geschoßes vornehmen, wobei ursprüngliche Baumaterialien wie Lehm eine wichtige Rolle übernehmen. Mit dieser Maßnahme soll das Haus zukunftsfähig gemacht werden, um die nächsten Jahrhunderte zu bestehen.

Führung: 11.09.2016, 13:30 und 15:30
Treffpunkt: Großer Plan 23
Maximale Teilnehmerzahl: 20
Anmeldung: Herr Ingo Vormann, 05141/2086836, E-Mail: ingovormann@web.de

Photo: Florian Friedrich

Bodendenkmal Königsplatz

Bodendenkmal Königsplatz

Bodendenkmal Königsplatz

Die Namensherkunft des „Königsplatzes“ ist unbekannt. Denkbar wäre ein Jagdbesuch einer der englischen oder der späteren hannoverschen Könige als namensgebendes Ereignis, belegt ist dies jedoch nicht. Die Existenz eines alten Thingplatzes an dieser Stelle ist ebenfalls eine ungewisse Hypothese, genauso wie die davon abgeleitete Annahme, der Name des Waldes (“Sprache”) kommt vom hier als Gesetz gesprochenen Wort.
(aus Florian Friedrich: Celler Kulturlandschaft, 2006)

Lassen Sie sich von der Führung überraschen!

Termin: Samstag, 17. September 2016; 16:30 Uhr
Treffpunkt: Parkplatz an der L282 aus Richtung Lachtehausen auf der linken Seite.
Teilnehmerzahl: max. 40 Personen
Anmeldung: Herr Hemmerich Tel.: 0171/6405504

Photo: Postkarte, privat

Prinzenpalais (Palais Mecklenburg)

Prinzenpalais (Palais Mecklenburg)

Prinzenpalais (Palais Mecklenburg)

Es handelt sich hierbei um eine eingeschossige Dreiflügelanlage unter Mansarddach, zusammen mit einem sehr viel größeren Park um 1770 errichtet für Prinz Ernst Gottlob Albrecht von Mecklenburg-Strelitz, 1763-1800 Stadtkommandant von Celle. Für die Anlage des Gartens zeichnete J.C. Schiebler verantwortlich. Nach wechselnden Besitzern wurde das Anwesen 1806 Kaffeegarten. 1819 Wohnhaus des Oberst Freiherr von Reitzenstein, der sich, der Spielleidenschaft verfallen, dort erschoß. Danach häufiger Besitzerwechsel bis 1939 die Stadt Celle das Anwesen erwarb. 1945 Behelfsunterkunft für Verriebene. 1972-1990 Nutzung durch das Stadtarchiv. 1991 Einrichtung des deutschen Stickmustermuseums (Privatsammlung Connemann). Seit fast drei Jahren steht das historische Gebäude zum Verkauf, daher empfehle ich Ihnen, bevor es einer neuen Nutzung zugeführt wird, nochmals einen Blick hinter die Fassade zu machen.

Führung: Samstag, den 27. August 2016 um 16:00 Uhr durch Frau Miriam Becker
Treffpunkt: Celle, Prinzengarten 2
Teilnehmerzahl: 25 Personen
Anmeldung: Herr Manfred Hemmerich, Tel.: 0171/6405504

Photo: Gert 53

Führung: Ehemalige Saline in Sülze

solerohr

Die Saline in Sülze war ein Werk zur Salzgewinnung. Zum ersten Mal wurde sie im Jahr 1381 urkundlich erwähnt. Die geförderte Sole wurde vor Ort – in der Saline – verarbeitet, wobei die großen Siedepfannen durch Torffeuer erhitzt wurden. Die Rechte zum Salzabbau lagen bei den Herzögen zu Lüneburg, die diese an die Siedepfannenbesitzer verpachteten. Aufgrund der immer knapper werdenden Torfgebiete in unmittelbarer Nähe von Sülze wurden die Siedestellen nach Twießelhop und Bornriethmoor verlegt. Zwischen 1719 und 1725 legte man eine Soleleitung nach Altensalzkoth und um 1793 wurde der Betrieb wieder nach Sülze zurückverlegt. In den darauffolgenden Jahren war ein produktives Wirtschaften nicht mehr möglich, so daß der Betrieb 1862 eingestellt wurde.

Termin: Mittwoch, 22. Juni 2016, 16:00 Uhr
Treffpunkt:
29303 Sülze, Am Salinenbach

Anmeldung: Herr Hemmerich, Tel.: 0171/6405504. Die Teilnehmerzahl ist auf 25 Personen beschränkt.

Photo: Privat

Führung: Dachwerke der Reithallen auf dem Landgestüt in Celle

Abb.1

Es handelte sich hier um eine Führung zu den beiden großen Reithallen – bzw. deren Dachwerke – auf dem Landgestüt. Eines der Dachwerke stammt von 1792, das andere von 1838/39. Beide sind kaum bekannte Meisterwerke der Zimmermannskunst. Herr Dr. Rüsch hat eine sehr interessante und aufschlussreiche Führung vorgenommen, bei der er auch auf die Umbauten eingegangen ist. Dafür herzlichen Dank vom Ortskuratorium Celle.

Führung: Montag, 23. Mai 2016, 17:00 Uhr
Treffpunkt: Nördlicher Landgestütseingang Jägerstraße

Creative-Commons-Lizenz: wikimedia.org

Führung: Dachwerk über dem Nordflügel des Celler Schlosses

Von 1670 an wurden durch Herzog Georg Wilhelm am Schloß weitreichende Veränderungen vorgenommen. Aus dem alten Renaissanceschloß sollte eine zeitgemäße Residenz entstehen. Georg Wilhelm war ein typischer Fürst seiner Zeit. Er war baulustig und ließ am Schloß und seiner Umgebung repräsentative Erweiterungen vornehmen. Diese Umgestaltungen sind auch am Dachwerk abzulesen.

Über eine Stunde führte Frau Dr. Hedda Saemann aus Hannover die Celler und weitere angereiste Denkmalfreunde am 19. April des Jahres durch das Dachwerk des Nordflügels des Celler Schlosses. Angesichts der überaus mächtigen Balken mit ihren starken Querschnitten, den Keilen, Verstärkungen und Eisenlaschen ist das Wort Dach“werk“ nur zu angebracht. Architekt und Baumeister dieser Konstruktion kamen aus Italien und brachten ihre Dachformen von zuhause mit. Es existieren Zeichnungen, aber keine Berechnungen – die waren um1670, der Umbauzeit, noch nicht üblich, man vertraute allein auf sein Wissen und seine Erfahrung. Was die Gruppe neben dem alten, mächtigen Holzwerk am meisten beeindruckte, waren die verschieden Blickwinkel auf das Dachwerk: ganz zu Beginn der Führung zeigte Herr Stephan Bruhn vom Schlosstheater den Zuschauerraum mit seiner ausladenden Decke, über der unser Besuchsziel Dachwerk Nordflügel lag. Dann ging es viele Stufen weiter hoch in das Dachwerk selbst, wo Frau Dr. Saemann ihre Erläuterungen gab und Fragen beantwortete. Wer mehr erfahren möchte, dem sei das Buch von Frau Saemann empfohlen „Dachwerke über den welfischen Residenzbauten der Barockzeit im Kontext des höfischen Bauwesens”.

P1020377

P1020385

Führung: Dienstag, 19. April 2016, 17:00 Uhr
Treffpunkt: Schloßeingang Hauptportal rechte Seite
Creative-Commons-Lizenz: wikimedia.org