Führung zum Baudenkmal der ehemaligen Reichsanstalt für Seidenbau

Führung zum Baudenkmal der ehem. Reichsanstalt für Seidenbau
heute Institut für Tierschutz und Tierhaltung des Friedrich-Löffler-Instituts.

Die deutsche Seidenspinnereiproduktion konzentrierte sich seit den 1930er Jahren in Celle (Mitteldeutsche Spinnhütte AG). 1935 wurde unter Leitung von Prof. Dr. Koch eine staatlich anerkannte Versuchs- und Forschungsanstalt für Seidenbau eingerichtet. Aufgabe war die wissenschaftliche Betreuung des deutschen Seidenbaus. Zunächst war das Institut in den Räumlichkeiten des Celler Bieneninstituts untergebracht. Nachdem diese zu klein geworden sind, wurde unter Leitung von Prof. Koch im Juli 1938 im Ortsteil Hehlentor mit dem Bau eines modernen Instituts mit Verwaltungs- und Laborneubauten begonnen.

Mehr über die Geschichte erfahren Sie bei einem Vortrag mit Rundgang
über das Gelände. Lassen Sie sich überraschen.

Führung durch die Herren Dr. Rüsch und Dr. Schrader
Dienstag, den 9. Mai 2017 um 17:00 Uhr in Celle, Dörnbergstr. 25/27
Teilnahmebeschränkung auf 25 Personen
Anmeldung an Herrn Hemmerich, Tel.: 0171/6405504 oder E-Mail: muh.hemmerich@t-online.de

Schmiede Bockelskamp

Besichtigung der Schmiede in Bockelskamp.

Der Schmied Thomas Hentschke wird seine Werkstatt, seine Arbeiten und sein Kursangebot vorstellen. Dabei geht es um die richtige Benutzung der Werkzeuge, Feuerführung, Werkstoffkunde, Schmiedetechniken und eine Schmiedevorführung.

21. April 2017, 17.00 – ca.19.00 Uhr.
Anmeldungen bei Dietrich Klages, Tel. 05141-85419.
Begrenzte Teilnehmerzahl. Der Treffpunkt wird bei Anmeldung mitgeteilt.

Ev.-luth. Johanniskirche zu Langlingen

Bericht über die Führung mit Jutta Baars am 28. März 2017

Von verschwundenen Engeln und mehr

Nach der Ankündigung in Monumente Februar 2017 dauerte es nicht lange, bis die Führung in der St. Johanniskirche Langlingen ausgebucht war. Gute eineinhalb Stunden brachte uns die Celler Gästeführerin Jutta Baars „ihre“ sehenswerte 675 Jahre alte Kirche nahe, der sie seit ihrer Kindheit eng verbunden geblieben ist.

Um 1340 entstand ein kleiner Backsteinbau mit einem Fundament aus Findlingen und Raseneisenstein. Im Jahr 1668 kam der Fachwerkanbau mit Glockenturm dazu. Die zweite und letzte Erweiterung stammt aus dem Jahr 1723. Die Langlinger Kirche ist bis heute eine Patronatskirche und so war es eine zusätzliche Freude, dass der Kirchenpatron Johann-Christian Mylius vom benachbarten Gutshof ebenso anwesend war wie die Pastorin Christine Schirrmacher und der Kirchenvorsteher Hans Schlüter.

Nach der Außeneinweisung zur Baugeschichte führte Jutta Baars die Gruppe durch den Eingang im Glockenturm unter der Orgelempore hindurch ins Kirchenschiff. Und hier wartete eine kleine Sensation: ein durchgehendes hölzernes Tonnengewölbe voller Engel und Wolken aus dem 17. und 18. Jahrhundert. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts wurden die Engel mit einem blauen Himmel voller goldener Sterne übermalt, der wiederum in den 1930er Jahren verputzt wurde und verschwand. Nach Hinweisen in den 1990er Jahren auf den früheren blauen Himmel entdeckte man im Zuge von Renovierungsarbeiten zunächst diesen verschwundenen blauen Himmel, aber dann auch darunter die lange vergessenen Engel. Welch eine Fügung. So sieht der staunende Betrachter heute wieder die in den Wolken schwebenden Engel mit Musikinstrumenten oder mit Marterwerkzeugen und dazu unzählige beflügelte Engelsköpfe. Im Mittelpunkt des Gewölbes ist die Trinität dargestellt, über dem Hohen Chor Christus der Auferstandene und Erzengel.

Die Prieche an der Nordseite ist mit Emporenbildern geschmückt. Ebenso die Westempore, auf der sich eine Furtwängler-Orgel von 1854 befindet, die mit erheblichem finanziellen Aufwand (auch der Gemeinde) im Jahr 2010 restauriert wurde. Die Kanzel, der Altar und das Taufbecken stammen aus der Renaissance.

Die Gruppe dankte Jutta Baars für ihre engagierte, ausführliche und spürbar von Herzen kommende Führung mit dankbarem Applaus.

 

„Grüfte und Mausoleen“ – verborgene Denkmale”

Leider konnten wir aus terminlichen Gründen in der letzten Ausgabe von „MONUMENTE“ diese Vortragsveranstaltung nicht mehr platzieren.

Am Dienstag, den 14. Februar 2017 um 18:00 Uhr findet im Kantoreisaal, Kalandgasse 5 in Celle einen Vortrag über

„Grüfte und Mausoleen“ – verborgene Denkmale statt.

Referenten sind Herr Dr. Andreas Ströbl und Frau Dana Vick M.A. von der Forschungsstelle Gruft in Lübeck. Die Forschungsstelle Gruft hat es sich zur Aufgabe gemacht, neuzeitliche Gruftanlagen wissenschaftlich zu dokumentieren und interdisziplinär zu untersuchen. In Zusammenarbeit mit Restauratoren setzt sich die Forschungsstelle ein, die historischen Särge zu erhalten und die Würde der Begräbnisstätten wieder herzustellen.

Um die Unkosten decken zu können, bitten wir um einen Beitrag von 5.- €.

Die Teilnehmerzahl ist nach dem Prinzip “first come – first served” auf 80 Personen beschränkt.

Für Rückfragen steht Herr Manfred Hemmerich, Tel.: 0171/6405504 oder per E-Mail an muh.hemmerich@t-online.de gerne zur Verfügung.

Das Ortskuratorium Celle würde sich über Ihr Kommen freuen.
Lassen Sie sich diesen kulturellen Leckerbissen nicht entgehen.

Evangelisch-reformierte Kirche (Hugenottenkirche), Celle, Hannoversche Straße 61

Reformierte Kirche, Celle, Hannoversche Straße 61

Im Jahr 1700 begann die Französisch-reformierte Gemeinde mit dem Bau ihres
„templum a gallig reformatis aedificatum“ (von den reformierten Franzosen erbauter Tempel).
So stand es einst auf einer barocken Inschrift über dem Kirchenportal.
Aufgrund der kurzen Bauzeit konnte am 19. Dezember des gleichen Jahres der erste Gottesdienst gefeiert werden. 1847 wurde die Front der Kirche mit einer hölzernen Außenverschalung mit Steinquaderimitationen, vorgesetzten Fensterverkleidungen und Säulen im hannoverschen Rundbogenstil versehen. 1961 kam es erneut zu baulichen Veränderungen des Eingangsbereichs der Kirche. Im Zuge einer umfassenden Kirchensanierung im Jahr 2003 wurde die ursprüngliche Farbgestaltung des Innenraums wieder freigelegt. Diese bauliche Maßnahme hat die Deutsche Stiftung Denkmalschutz finanziell unterstützt. Im letzten Jahr wurde die Fachwerkfassade des ehemaligen Pfarrhauses saniert. Es handelt sich dabei um ein Fachwerkhaus von 1754 in der barocken Vorstadterweiterung Neuenhäusen, gruppiert im Gebäudeensemble (mit Gemeindehaus, Küsterhaus und Kirche) um den Kirchhof mit der Kirche als hervorragendes Einzeldenkmal, als letzter hugenottischer „temple“ in Norddeutschland, eines der wichtigsten denkmalgeschützten Gebäude Celles. Inzwischen wird augenscheinlich, daß auch an den anderen um den Kirchhof gruppierten Gebäuden dringender Sanierungsbedarf an den Fassaden besteht. Auf den beiden Führungen wird speziell auf diese Problematik eingegangen.

 

Führung: 11.09.2016, 11:00 und 13:00
Treffpunkt: Hannoversche Straße 61
Maximale Teilnehmerzahl: 25
Anmeldung: Herr Manfred Hemmerich, 0171/6405504 E-Mail: muh.hemmerich@t-online.de

Photo: Evangelisch-reformierte Kirchengemeinde Celle

Alter Provisor, Celle, Bergstraße 12

Alter Provisor, Celle, Bergstr. 12

Das Haus Bergstraße 12 wurde 1640 erbaut. Im vorletzten Jahrhundert lebte hier über mehrere Generationen die Familie Sanow. Herr Sanow war Schneidermeister und fertigte unter anderem für das in Celle ansässige Landgestüt die Uniformen an. 2014 haben Frau Hirschfeld und Herr Sonemann das Haus erworben und begannen es zu restaurieren. Dabei wurde ein Opferbalken freigelegt. Es handelt sich dabei um einen Balken, der ein Loch enthält, in dem Haare oder ein Edelstein eingebracht wurden, je nach den wirtschaftlichen Verhältnissen des Hausbesitzers. Die Stadt Celle hat nach Prüfung des Modernisierungsantrages die Renovierung finanziell unterstützt.
Frau Hirschfeld betreibt heute in ihrem Haus ein ganz individuelles Geschäft, in dem sie neben Handgefertigtem auch den „Alten Provisor“ zum Kauf anbietet. Es handelt sich dabei um einen Kräuterlikör den Frau Hirschfeld nach einem alten Rezept aus dem Jahr 1910 heute wieder herstellt.

Führung: 11.09.2016, 12:30 und 14:30
Treffpunkt: Bergstraße 12
Maximale Teilnehmerzahl: 15
Anmeldung: Herr Dietrich Klages, 05141/85419, E-Mail: kdklages@gmx.de

Photo: Dietrich Klages

Goldschmiede Bade, Celle, Großer Plan 23

Goldschmiede Bade, Celle, Großer Plan 23

Der Große Plan gehört zur südlichen Stadterweiterung der 1530er Jahre. Das Vorderhaus des Anwesens Großer Plan 23 ist nicht datiert, dürfte aber nach Zierformen der Fachwerkständer und Geschossvorkragungen noch im 17. Jahrhundert errichtet worden sein. Zeitlich sicher zu datieren ist das Hinterhaus, wo die Jahreszahl „1691“ eingeschnitzt worden ist. Wer zu dieser Zeit der Hauseigentümer war und was für ein Gewerbe hier wirkte, ist unbekannt. Klarer wird die Nutzungsgeschichte erst im 19. Jahrhundert, als um 1870 hier die Tapisseriehandlung des Fräulein Jenny Renson und in den 1880er Jahren der Agent und Kaufmann Barke einzogen. 1903 übernahm der Juwelier und Goldschmied Carl Bade das Grundstück. Die Goldschmiedefamilie stammte aus Hameln, war schon seit 1883 in Celle ansässig und führt den Betrieb heute in der fünften Generation.
Dieses Jahr wird die Familie eine sehr behutsame Kernsanierung des ersten und zweiten Geschoßes vornehmen, wobei ursprüngliche Baumaterialien wie Lehm eine wichtige Rolle übernehmen. Mit dieser Maßnahme soll das Haus zukunftsfähig gemacht werden, um die nächsten Jahrhunderte zu bestehen.

Führung: 11.09.2016, 13:30 und 15:30
Treffpunkt: Großer Plan 23
Maximale Teilnehmerzahl: 20
Anmeldung: Herr Ingo Vormann, 05141/2086836, E-Mail: ingovormann@web.de

Photo: Florian Friedrich

Bodendenkmal Königsplatz

Bodendenkmal Königsplatz

Bodendenkmal Königsplatz

Die Namensherkunft des „Königsplatzes“ ist unbekannt. Denkbar wäre ein Jagdbesuch einer der englischen oder der späteren hannoverschen Könige als namensgebendes Ereignis, belegt ist dies jedoch nicht. Die Existenz eines alten Thingplatzes an dieser Stelle ist ebenfalls eine ungewisse Hypothese, genauso wie die davon abgeleitete Annahme, der Name des Waldes (“Sprache”) kommt vom hier als Gesetz gesprochenen Wort.
(aus Florian Friedrich: Celler Kulturlandschaft, 2006)

Lassen Sie sich von der Führung überraschen!

Termin: Samstag, 17. September 2016; 16:30 Uhr
Treffpunkt: Parkplatz an der L282 aus Richtung Lachtehausen auf der linken Seite.
Teilnehmerzahl: max. 40 Personen
Anmeldung: Herr Hemmerich Tel.: 0171/6405504

Photo: Postkarte, privat

Prinzenpalais (Palais Mecklenburg)

Prinzenpalais (Palais Mecklenburg)

Prinzenpalais (Palais Mecklenburg)

Es handelt sich hierbei um eine eingeschossige Dreiflügelanlage unter Mansarddach, zusammen mit einem sehr viel größeren Park um 1770 errichtet für Prinz Ernst Gottlob Albrecht von Mecklenburg-Strelitz, 1763-1800 Stadtkommandant von Celle. Für die Anlage des Gartens zeichnete J.C. Schiebler verantwortlich. Nach wechselnden Besitzern wurde das Anwesen 1806 Kaffeegarten. 1819 Wohnhaus des Oberst Freiherr von Reitzenstein, der sich, der Spielleidenschaft verfallen, dort erschoß. Danach häufiger Besitzerwechsel bis 1939 die Stadt Celle das Anwesen erwarb. 1945 Behelfsunterkunft für Verriebene. 1972-1990 Nutzung durch das Stadtarchiv. 1991 Einrichtung des deutschen Stickmustermuseums (Privatsammlung Connemann). Seit fast drei Jahren steht das historische Gebäude zum Verkauf, daher empfehle ich Ihnen, bevor es einer neuen Nutzung zugeführt wird, nochmals einen Blick hinter die Fassade zu machen.

Führung: Samstag, den 27. August 2016 um 16:00 Uhr durch Frau Miriam Becker
Treffpunkt: Celle, Prinzengarten 2
Teilnehmerzahl: 25 Personen
Anmeldung: Herr Manfred Hemmerich, Tel.: 0171/6405504

Photo: Gert 53

Führung: Ehemalige Saline in Sülze

solerohr

Die Saline in Sülze war ein Werk zur Salzgewinnung. Zum ersten Mal wurde sie im Jahr 1381 urkundlich erwähnt. Die geförderte Sole wurde vor Ort – in der Saline – verarbeitet, wobei die großen Siedepfannen durch Torffeuer erhitzt wurden. Die Rechte zum Salzabbau lagen bei den Herzögen zu Lüneburg, die diese an die Siedepfannenbesitzer verpachteten. Aufgrund der immer knapper werdenden Torfgebiete in unmittelbarer Nähe von Sülze wurden die Siedestellen nach Twießelhop und Bornriethmoor verlegt. Zwischen 1719 und 1725 legte man eine Soleleitung nach Altensalzkoth und um 1793 wurde der Betrieb wieder nach Sülze zurückverlegt. In den darauffolgenden Jahren war ein produktives Wirtschaften nicht mehr möglich, so daß der Betrieb 1862 eingestellt wurde.

Termin: Mittwoch, 22. Juni 2016, 16:00 Uhr
Treffpunkt:
29303 Sülze, Am Salinenbach

Anmeldung: Herr Hemmerich, Tel.: 0171/6405504. Die Teilnehmerzahl ist auf 25 Personen beschränkt.

Photo: Privat