Wanderung zur Caroline-Mathilde-Laube

Auf einem vergessenen Rundweg führt der Kulturlandschaftsforscher Florian Friedrich Interessierte zur Alten Schäferei. Zu sehen gibt es relikthafte Reste des alten Kaninchengartens, einem ehemaligen herzoglichen Jagdgehege, den Standort einer alten Zugbrücke sowie die Caroline-Mathilde-Laube, wo bereits die dänische Königin die Besonderheiten an Celles historischer Kulturlandschaft entdeckte.

Festes Schuhwerk wird empfohlen.

Führung: Die im September vorgesehene Führung muss leider abgesagt werden. Eine neuer Termin kann voraussichtlich erst im November angeboten werden.

Ritterschaft des vormaligen Fürstentums Lüneburg

Die Landschaft des vormaligen Fürstentums Lüneburg ist eine in über 600-jähriger Tradition gewachsene Institution im Gebiet des früheren Fürstentums Lüneburg, dessen Grenzen im Wesentlichen mit den Grenzen des früheren Regierungsbezirks Lüneburg übereinstimmen. Die Landschaft ist entstanden als Vertretung der Bevölkerung gegenüber dem Landesfürsten und als dessen Partner bei der Regierung des Fürstentums. Sie war in die drei sogenannten „Landstände“ gegliedert, nämlich Klerus (das waren die grundbesitzenden Klöster und Stifte), Ritterschaft (die Besitzer der Lehensgüter) und Städte.
Auch heute noch ist die Landschaft des vormaligen Fürstentums Lüneburg als öffentlich-rechtliche Körperschaft anerkannt und steht wie die anderen historischen Landschaften im Gebiet des früheren Königreichs Hannover als eine der „überkommenen, heimatgebundenen Einrichtungen“ Niedersachsens unter dem Schutz der Niedersächsischen Landesverfassung (Artikel 72). Durch mannigfaltige gezielte Fördermaßnahmen erfüllt sie ihre Aufgabe, die Kultur und Tradition im Bereich des ehemaligen Fürstentums Lüneburg zu bewahren und zu unterstützen und auf diese Weise dem Gemeinwohl zu dienen.

Führung: 10. September 2017 um 16:00 Uhr
Treffpunkt: Schlossplatz 6, 29221 Celle
Teilnehmerzahl: max. 40 Personen
Anmeldung an: M. Hemmerich, Tel.: 0171/6405504 oder E-Mail: muh.hemmerich@t- online.de

Epitaphe in der Stadtkirche

Zur Erinnerung an die Verstorbenen des Fürstenhauses Braunschweig-Lüneburg wurden im Chorraum die prunk- vollen Epitaphe errichtet. Das bedeutendste von ihnen ist das 1576 von Herzog Wilhelm dem Mittleren für seine Eltern, Herzog Ernst den Bekenner und Sophia von Mecklenburg, in Auftrag gegeben. Das Epitaph für Wilhelm den Mittleren, seine Frau Dorothea von Dänemark und die beiden Söhne Ernst II. und Christian den Älteren ist wohl zwischen 1593 und 1594 in Auftrag gegeben worden. An der Südwand des Chors erstreckt sich über drei Etagen das zwischen 1650 und 1654 angefertigte Epitaph für die Familie Herzog Georgs und seiner Ehefrau Eleonore von Hessen-Darmstadt. Neben der Funktion als Denkmal, das an die Toten erinnert, hatten diese repräsentativen Bauten in der Kirche insbesondere die Aufgabe, Herrschaft und Dynastie zu legitimieren und zu repräsentieren.

Führung: 10. September 2017 um 14:00 und 15:00 Uhr
Treffpunkt: Stadtkirche St. Marien, An der Stadtkirche, 29221 Celle;
am Büchertisch im südlichen Seitenschiff
Teilnehmerzahl: max. 15 Personen je Führung
Anmeldung bei: Goldschmiede Bade, Tel.: 05141/22332 (Mo.-Fr. 9:00 – 18:00 Uhr)

 

Hofbeamtenhäuser in der Triftanlage

Die Trift ist eine Promenade an der Nordseite der Triftanlagen,
die von der Innenstadt aus an den dortigen Barockpalais
vorbei bis zur Justizvollzugsanstalt führt. Die Südseite ist die
Bahnhofstraße. An dieser befinden bzw. befanden sich ebenfalls
Hofbeamtenhäuser. Beide Seiten dieser Trift-Parkanlage
stehen historisch und baugeschichtlich in engem Zusammenhang.
Die Trift wurde unter dem letzten Celler Herzog
Georg Wilhelm (1625-1705) in einem sog. „Vorschlags-Ritz“ 1680
das erste Mal überplant. Hintergrund hierfür war die erforderliche
Stadterweiterung im Westen. Die Trift sollte als Magistrale in Ost-West-Richtung
für die nördliche und südliche Bebauung dienen.

Beginn der Führung: 10. September 2017 um 11.15 Uhr
Treffpunkt: 
Vor der Celleschen Zeitung, Bahnhofstraße 1-3, 29221 Celle
Dauer der Führung: 1 1/4 Stunden
Teilnehmerzahl: max. 25 Personen
Anmeldung bei: RA-Kanzlei Nebelsieck, Tel.: 05141/6014 (Mo.-Fr. 8:00 – 17:00 Uhr)

 

Führung zum Baudenkmal der ehemaligen Reichsanstalt für Seidenbau

Führung zum Baudenkmal der ehem. Reichsanstalt für Seidenbau
heute Institut für Tierschutz und Tierhaltung des Friedrich-Löffler-Instituts.

Die deutsche Seidenspinnereiproduktion konzentrierte sich seit den 1930er Jahren in Celle (Mitteldeutsche Spinnhütte AG). 1935 wurde unter Leitung von Prof. Dr. Koch eine staatlich anerkannte Versuchs- und Forschungsanstalt für Seidenbau eingerichtet. Aufgabe war die wissenschaftliche Betreuung des deutschen Seidenbaus. Zunächst war das Institut in den Räumlichkeiten des Celler Bieneninstituts untergebracht. Nachdem diese zu klein geworden sind, wurde unter Leitung von Prof. Koch im Juli 1938 im Ortsteil Hehlentor mit dem Bau eines modernen Instituts mit Verwaltungs- und Laborneubauten begonnen.

Mehr über die Geschichte erfahren Sie bei einem Vortrag mit Rundgang
über das Gelände. Lassen Sie sich überraschen.

Führung durch die Herren Dr. Rüsch und Dr. Schrader
Dienstag, den 9. Mai 2017 um 17:00 Uhr in Celle, Dörnbergstr. 25/27
Teilnahmebeschränkung auf 25 Personen
Anmeldung an Herrn Hemmerich, Tel.: 0171/6405504 oder E-Mail: muh.hemmerich@t-online.de

Schmiede Bockelskamp

Besichtigung der Schmiede in Bockelskamp.

Der Schmied Thomas Hentschke wird seine Werkstatt, seine Arbeiten und sein Kursangebot vorstellen. Dabei geht es um die richtige Benutzung der Werkzeuge, Feuerführung, Werkstoffkunde, Schmiedetechniken und eine Schmiedevorführung.

21. April 2017, 17.00 – ca.19.00 Uhr.
Anmeldungen bei Dietrich Klages, Tel. 05141-85419.
Begrenzte Teilnehmerzahl. Der Treffpunkt wird bei Anmeldung mitgeteilt.

Ev.-luth. Johanniskirche zu Langlingen

Bericht über die Führung mit Jutta Baars am 28. März 2017

Von verschwundenen Engeln und mehr

Nach der Ankündigung in Monumente Februar 2017 dauerte es nicht lange, bis die Führung in der St. Johanniskirche Langlingen ausgebucht war. Gute eineinhalb Stunden brachte uns die Celler Gästeführerin Jutta Baars „ihre“ sehenswerte 675 Jahre alte Kirche nahe, der sie seit ihrer Kindheit eng verbunden geblieben ist.

Um 1340 entstand ein kleiner Backsteinbau mit einem Fundament aus Findlingen und Raseneisenstein. Im Jahr 1668 kam der Fachwerkanbau mit Glockenturm dazu. Die zweite und letzte Erweiterung stammt aus dem Jahr 1723. Die Langlinger Kirche ist bis heute eine Patronatskirche und so war es eine zusätzliche Freude, dass der Kirchenpatron Johann-Christian Mylius vom benachbarten Gutshof ebenso anwesend war wie die Pastorin Christine Schirrmacher und der Kirchenvorsteher Hans Schlüter.

Nach der Außeneinweisung zur Baugeschichte führte Jutta Baars die Gruppe durch den Eingang im Glockenturm unter der Orgelempore hindurch ins Kirchenschiff. Und hier wartete eine kleine Sensation: ein durchgehendes hölzernes Tonnengewölbe voller Engel und Wolken aus dem 17. und 18. Jahrhundert. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts wurden die Engel mit einem blauen Himmel voller goldener Sterne übermalt, der wiederum in den 1930er Jahren verputzt wurde und verschwand. Nach Hinweisen in den 1990er Jahren auf den früheren blauen Himmel entdeckte man im Zuge von Renovierungsarbeiten zunächst diesen verschwundenen blauen Himmel, aber dann auch darunter die lange vergessenen Engel. Welch eine Fügung. So sieht der staunende Betrachter heute wieder die in den Wolken schwebenden Engel mit Musikinstrumenten oder mit Marterwerkzeugen und dazu unzählige beflügelte Engelsköpfe. Im Mittelpunkt des Gewölbes ist die Trinität dargestellt, über dem Hohen Chor Christus der Auferstandene und Erzengel.

Die Prieche an der Nordseite ist mit Emporenbildern geschmückt. Ebenso die Westempore, auf der sich eine Furtwängler-Orgel von 1854 befindet, die mit erheblichem finanziellen Aufwand (auch der Gemeinde) im Jahr 2010 restauriert wurde. Die Kanzel, der Altar und das Taufbecken stammen aus der Renaissance.

Die Gruppe dankte Jutta Baars für ihre engagierte, ausführliche und spürbar von Herzen kommende Führung mit dankbarem Applaus.

 

„Grüfte und Mausoleen“ – verborgene Denkmale”

Leider konnten wir aus terminlichen Gründen in der letzten Ausgabe von „MONUMENTE“ diese Vortragsveranstaltung nicht mehr platzieren.

Am Dienstag, den 14. Februar 2017 um 18:00 Uhr findet im Kantoreisaal, Kalandgasse 5 in Celle einen Vortrag über

„Grüfte und Mausoleen“ – verborgene Denkmale statt.

Referenten sind Herr Dr. Andreas Ströbl und Frau Dana Vick M.A. von der Forschungsstelle Gruft in Lübeck. Die Forschungsstelle Gruft hat es sich zur Aufgabe gemacht, neuzeitliche Gruftanlagen wissenschaftlich zu dokumentieren und interdisziplinär zu untersuchen. In Zusammenarbeit mit Restauratoren setzt sich die Forschungsstelle ein, die historischen Särge zu erhalten und die Würde der Begräbnisstätten wieder herzustellen.

Um die Unkosten decken zu können, bitten wir um einen Beitrag von 5.- €.

Die Teilnehmerzahl ist nach dem Prinzip “first come – first served” auf 80 Personen beschränkt.

Für Rückfragen steht Herr Manfred Hemmerich, Tel.: 0171/6405504 oder per E-Mail an muh.hemmerich@t-online.de gerne zur Verfügung.

Das Ortskuratorium Celle würde sich über Ihr Kommen freuen.
Lassen Sie sich diesen kulturellen Leckerbissen nicht entgehen.

Evangelisch-reformierte Kirche (Hugenottenkirche), Celle, Hannoversche Straße 61

Reformierte Kirche, Celle, Hannoversche Straße 61

Im Jahr 1700 begann die Französisch-reformierte Gemeinde mit dem Bau ihres
„templum a gallig reformatis aedificatum“ (von den reformierten Franzosen erbauter Tempel).
So stand es einst auf einer barocken Inschrift über dem Kirchenportal.
Aufgrund der kurzen Bauzeit konnte am 19. Dezember des gleichen Jahres der erste Gottesdienst gefeiert werden. 1847 wurde die Front der Kirche mit einer hölzernen Außenverschalung mit Steinquaderimitationen, vorgesetzten Fensterverkleidungen und Säulen im hannoverschen Rundbogenstil versehen. 1961 kam es erneut zu baulichen Veränderungen des Eingangsbereichs der Kirche. Im Zuge einer umfassenden Kirchensanierung im Jahr 2003 wurde die ursprüngliche Farbgestaltung des Innenraums wieder freigelegt. Diese bauliche Maßnahme hat die Deutsche Stiftung Denkmalschutz finanziell unterstützt. Im letzten Jahr wurde die Fachwerkfassade des ehemaligen Pfarrhauses saniert. Es handelt sich dabei um ein Fachwerkhaus von 1754 in der barocken Vorstadterweiterung Neuenhäusen, gruppiert im Gebäudeensemble (mit Gemeindehaus, Küsterhaus und Kirche) um den Kirchhof mit der Kirche als hervorragendes Einzeldenkmal, als letzter hugenottischer „temple“ in Norddeutschland, eines der wichtigsten denkmalgeschützten Gebäude Celles. Inzwischen wird augenscheinlich, daß auch an den anderen um den Kirchhof gruppierten Gebäuden dringender Sanierungsbedarf an den Fassaden besteht. Auf den beiden Führungen wird speziell auf diese Problematik eingegangen.

 

Führung: 11.09.2016, 11:00 und 13:00
Treffpunkt: Hannoversche Straße 61
Maximale Teilnehmerzahl: 25
Anmeldung: Herr Manfred Hemmerich, 0171/6405504 E-Mail: muh.hemmerich@t-online.de

Photo: Evangelisch-reformierte Kirchengemeinde Celle

Alter Provisor, Celle, Bergstraße 12

Alter Provisor, Celle, Bergstr. 12

Das Haus Bergstraße 12 wurde 1640 erbaut. Im vorletzten Jahrhundert lebte hier über mehrere Generationen die Familie Sanow. Herr Sanow war Schneidermeister und fertigte unter anderem für das in Celle ansässige Landgestüt die Uniformen an. 2014 haben Frau Hirschfeld und Herr Sonemann das Haus erworben und begannen es zu restaurieren. Dabei wurde ein Opferbalken freigelegt. Es handelt sich dabei um einen Balken, der ein Loch enthält, in dem Haare oder ein Edelstein eingebracht wurden, je nach den wirtschaftlichen Verhältnissen des Hausbesitzers. Die Stadt Celle hat nach Prüfung des Modernisierungsantrages die Renovierung finanziell unterstützt.
Frau Hirschfeld betreibt heute in ihrem Haus ein ganz individuelles Geschäft, in dem sie neben Handgefertigtem auch den „Alten Provisor“ zum Kauf anbietet. Es handelt sich dabei um einen Kräuterlikör den Frau Hirschfeld nach einem alten Rezept aus dem Jahr 1910 heute wieder herstellt.

Führung: 11.09.2016, 12:30 und 14:30
Treffpunkt: Bergstraße 12
Maximale Teilnehmerzahl: 15
Anmeldung: Herr Dietrich Klages, 05141/85419, E-Mail: kdklages@gmx.de

Photo: Dietrich Klages